Bücher
Reiner Kranz
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 04. Februar 2010 um 16:54 Uhr Geschrieben von: JimPfeffer Sonntag, den 31. Januar 2010 um 20:23 Uhr
Reiner Kranz, geboren am 23.12.1961 in Schutterwald/Ortenaukreis.
Mittlere Reife und kaufmännische Ausbildung - dies
ermöglichte einen normalen Broterwerb.
Schreibe seit dreißig Jahren Gedichte,
nutze inzwischen das Mittel Internet
zur Veröffentlichung.
Mitherausgeber an zwei Lyrik - und
Kurzprosabänden, der eigene Gedichtband
ist in Planung.

Zum Lyrikband „Deine Stimme hing in den Bäumen“
Es war mir ein Anliegen und eine Freude der Einladung
zu folgen – den Bildern Worte mit auf den Weg zu geben.
Kein einfacher Weg für den Leser manchmal, viele
Gedichte sperren sich gegen das erste, schnelle Verstehen.
Sie wollen verstanden werden als offene Gedichte:
in ihrer Deutung vielsagend und sich keiner Auslegung
widersetzend. Eine Stimme nur – eine unter Vielen.
Manchmal eine Laute, meist aber eine Leise.
Eine Brücke also, die verbinden soll das Innere
mit dem Äußerem. Oder der Versuch dem
Ungesagten eine Stimme zu verleihen.
http://schneewanderer.blogspot.com
Erich Kykal
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 31. Januar 2010 um 21:58 Uhr Geschrieben von: JimPfeffer Montag, den 12. Oktober 2009 um 13:17 Uhr
Erich Kykal
Erich Kykal, geboren am 12.05.64 in Linz, ist Hauptschullehrer für Englisch, Zeichnen und Werken, Freizeitkünstler in den Disziplinen Grafik, Plastik, abstrakte Malerei, Portraitmalerei und Poesie.
Folgende Ausgaben sind erschienen im Verlag Denkmayer

Sedimente ISBN 978-3-902598-14-1
Meilensteine ISBN 978-3-902598-36-3
Gehen Lernen ISBN 978-3-902598-54-7
Unwegsamen ISBN 978-3-902598-95-0
Stefan Offenbecher
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 31. Januar 2010 um 22:00 Uhr Geschrieben von: JimPfeffer Montag, den 12. Oktober 2009 um 11:59 Uhr
Stefan Offenbecher

geboren im Sternbild Krebs 1973, in Soltau, ist im Süden Deutschlands aufgewachsen.
Nach der Schule machte er eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Zivildienst und Bundeswehr durfte er sogar beides genießen, da er sich nach 5 Monaten Dienst an der Waffe doch noch für eine verbleibende Restzeit Zivildienst bei einer sozialen Organisation in Stuttgart entschloss, für die er auch heute noch immer tätig ist.
Meine Veröffentlichungen

Großstadtjunkies
Auf schlafberaubten Montagswüsten
ziehen die Junkies
das schwarze Morgengift
aus den Automaten.
Tagelöhner liegen leblos
auf Plastiktüten,
umringt vom Dosenpfand.
Der Bahnsteig gähnt
unter der Last der Massen,
die nach neuem Bewusstsein fahnden.
Hier und da
tritt ein Schienenheulen
in den Raum
und unterbricht
die schweigende Runde.
Schlagzeilen fallen
ausgelesen zu Boden,
wie die Opfer
aus aller Welt.
Ein Panorama unserer Zeit,
große Jagd nach vorn,
ohne die Herde zu sehn.

Kontrastströme
Ein Kind von dieser Welt zu sein,
das warf stets Fragen in mir auf.
Ich sagte ja und meinte nein,
die Folgen nahm ich mit in Kauf.
Mit zwanzig schossen die Gedanken
aus völlig andrer Perspektive,
geschlossen blieben viele Schranken,
aus Verben wurden Konjunktive.
Wie all die Zeit uns weiter trägt!
Es strömten aus mir bald Kontraste,
ich spürte förmlich, „wie es sägt“,
und suchte nach der Aus-Stopp-Taste.
Die fand ich nicht, das war mein Glück,
ergriffen längst von Widersprüchen,
blieb ich bloß Teil von einem Stück,
als Ganzes unterm Strich von Brüchen.
Lyrik gegen Hass, Unverständnis und Ausgrenzung
Es war ein schöner Gedanken, als mich Julia Owtscharenko zu Beginn diesen Jahres per Email fragte ob ich Texte aus meinen Büchern Bordsteingespräche und Kontrastströme für eine Anthologie in der Ukraine zur Verfügung stellen würde. Der Gedanke war schon alleine deswegen ein wahrer Segen, weil ich in meinem ersten Gedichteband im Jahre 2006 vor allem das Thema „Mitmenschlichkeit und Toleranz“ als Thema in den Vordergrund rücken wollte. Nun bot sich eine Möglichkeit, daraus vielleicht sogar politisch es bewirken zu können. Für andere, denen es noch bei weitem nicht so geht, wie es für uns hier fast selbstverständlich geworden ist. Ganz bewusst habe ich mich in den Bordsteingesprächen auch entschieden, als offen lebender schwuler Lyrik-Buchautor hoffentlich einen kleinen Teil derer in unserer Gesellschaft anzusprechen, die sich noch immer in sehr ablehnender Haltung gegen anderen Lebensformen stellen. Ich war einigermaßen erstaunt, wie selbst in meinem weiter gesteckten Umfeld doch Ängste und befremdliche Stimmen laut wurden, warum ich denn auch das Thema „Männer“ in meinem sonst so ausdrucksstarken Gedichten untergebracht hätte. Allein die Frage irretierte mich aufs Äußerste. Wie krank würde man letztendlich irgendwann werden, wenn man einen so leidenschaftlichen Teil seiner Seele unbeachtet lassen würde? Nicht zuletzt deswegen, war mir wichtig ein Buch anzubieten, dass alle Teile des Lebens dieses Poeten zeigt. Noch immer glaube ich fest daran, dass die beste Möglichkeit zur Veränderung starrer Haltungen und traditioneller Werte nicht das Extrem darstellt, wie wir es oft auf den CSD-Paraden sehen. Dennoch passierte beim traditionell gestrickten Leser oft genau das, was man das Rosinen herauslesen nennen könnte. Während die bunten Einblicke für den einen ganz wie gewünscht sind, wollten andere von der „dunklen Seite“ nichts hören. Sobald Liebe und Sex sich dort bewegt, wo man es nicht für salonfähig hält, soll man darüber am besten auch nicht sprechen. Dort wird es anrüchig, pervers und ist im Grunde nichts als Sodomie. Was für eine zynische und gleichwohl auch ungerechte und wenig selbstreflektierte Haltung. Gewiss, leicht ist es nicht, wenn man als Mutter oder Vater akzeptieren muss, dass sich manche Träume nicht zu dem entpuppen was man sich wünschte. Im Laufe der Jahre habe ich begriffen und begreifen müssen, wie groß und schwer der Schritt für manchen gut bürgerlichen Denker wohl sein muss, Anderssein als etwas normales und bestenfalls sogar bereicherndes in des bisherige Werteschema zu integrieren. Was vor einem guten halben Jahrhundert noch vergast werden sollte oder bis in die siebziger Jahre noch als Krankheit galt, kann ja heute auch nicht wirklich ganz richtig sein?
Wir leben glücklicherweise in einem Land, indem zumindest das Gesetz weitgehend auf unserer Seite ist. Für den einen lebt es sich offen ganz gut. So ging es mir in all den Jahren doch recht passabel, was ich nicht zuletzt darauf zurückführe, dass ich auch nach dem Prinzip „Ich bin schwul und das ist auch gut so“ lebe.
Wohlwissend, dass man sich das hierzulande leisten kann. Wenn ich dann über Schwulenhinrichtungen im Iran lese, wenn ich den Medien entnehme, dass es Väter als derartige Schande empfinden einen schwulen Sohn zu haben, dass sie ihn umbringen müssen weiß ich es wieder. Der Weg ist noch sehr weit, bis wir irgendwann an einen Punkt kommen, an dem man sich keine Hassgesänge im Namen einer Stammkultur mehr anhören muss.
Aus der Anthologie im Rahmen des 16. Bookforums in der Ukraine ist das geworden was ich leider auch befürchtete. Die geplante Podiumsdiskussion und Buchpräsentation in Lwiw und Kiew endete mit Bedrohungen, Tomaten, zerstörten Mikros und zerissenen Büchern. Das bekannte Art-Zentrum in Kiew wurde angezündet. Das Aus der „Ja-Galerija“ bevor es dort, wo es so nötig wäre, etwas bewirken konnte.
Hilfreichende Kommentare in der Presse? Sprechen wir darüber besser nicht.
Und so bleibt doch wieder alles beim Alten.
Stefan Offenbecher
http://derbauchschreiber.wordpress.com/




